Die Eden-Alternative®

Pflegebedürftigkeit, Abhängigkeit und auch Untätigkeit dürfen nicht dazu führen, dass Bewohner ihre Würde verlieren. Mit den Grundwerten Selbsttätigkeit, Teilhabe, Fürsorge und Gegenseitigkeit soll die Würde der Bewohner erhalten werden.

Die Eden-Alternative®

Der Grundgedanke der Eden-Alternative® geht davon aus, dass Langzeitinstitutionen Orte für lebendiges, mannigfaltiges und gesundes Leben für alte und pflegebedürftige Menschen sein sollen. Den Namen für dieses Modell erklärt Dr. William H. Thomas, der die Eden-Alternative® 1991 in den USA begründete, wie folgt:

„Eden ist eine Referenz an die Inspiration der Schöpfungsgeschichte, die den Weg zu Vielfalt, Wachstum und stärkerem Miteinander ebnet; Alternative, weil es etwas Anderes braucht, um die Ängste betagter Menschen – Einsamkeit, Hilflosigkeit und Langeweile – zu bekämpfen. Im Mittelpunkt der Philosophie steht der alte Mensch, der ein Leben in einer Umgebung führen soll, die mit der Natur im Einklang steht. Wesentlich ist hier der Aspekt des Wachstums. Auch alte Menschen sollen sich weiter entwickeln können, ihre Fähigkeiten ausbauen, ihre Ressourcen nutzen und mit allen Sinnen selbstbestimmt aktiv am Leben teilnehmen.“

Als ein ganzheitlicher Ansatz bedeutet die Eden-Alternative® eine Umsetzung aller Prinzipien (insgesamt zehn Grundsätze) sowie ein Miteinander von Leitung, Pflegepersonal und allen andern Bereichen der Einrichtung. Sie garantieren den Erfolg, ähnlich einer Großfamilie in einer engen Gemeinschaft. Zugegeben, der Alltag sieht dann vielleicht anders aus als in einem Pflegeheim, in dem alles seinen geregelten Lauf geht und bringt auch schon mal etwas Unvorhergesehenes mit sich. Aber ist es in unserem Leben nicht auch schon mal so, dass Unerwartetes und Spontaneität unsere Pläne durchkreuzen? Ist es nicht gerade das, was unser Leben spannend, abwechslungsreich und lebenswert macht? Möchten wir dies im Alter – nur weil wir von außen Hilfe benötigen – missen?

Gegen die Hilflosigkeit

Wir wollen alten Menschen das Gefühl geben, selbst noch etwas tun zu können.

Gegen die Einsamkeit

Unser Selbstverständnis ist, dass auch alte Menschen Freundschaft brauchen.

Gegen die Langeweile

Wir wollen das tägliche Leben spontan und abwechslungsreich gestalten.